Diagnoseverfahren
Die wichtigste Grundlage der Diagnose ist die Krankengeschichte des Patienten, also die sorgfältige Anamnese durch den behandelnden Arzt. Hierzu gehören:
- Die Akutanamnese mit:
genauer Beschreibung des Anfalls,
möglicher Auslöser des Anfalls
Verlauf des Anfalls
Dauer des Anfalls
Ende des Anfalls - Die frühere Anamnese mit:
Schwangerschafts- und Geburtsverlauf
Frühkindliche Entwicklung (Meilensteine)
Vorerkrankungen
Unfälle, Schädelverletzungen - Die Familienanamnese mit:
Familiären Epilepsien
Fieberkrämpfen in der Familie
Migräne
Allein durch die sorgfältige Anamnese kann in den meisten Fällen die Art der Anfälle und bei Vorliegen einer Epilepsie die vermutliche Einordnung getroffen werden. Dieser Verdacht wird dann durch weitere Untersuchungen bestätigt oder ausgeräumt. Zu diesen Untersuchungen gehören, das EEG (Hirnstromuntersuchung), die Kernspintomographie (MRT), bestimmte Stoffwechseluntersuchungen, vielleicht auch noch PET oder SPECT. Nicht immer sind alle diese Untersuchungen für ein korrekte Diagnose notwendig, daher wird der behandelnde Arzt nicht bei jedem Patienten die gleichen Untersuchungen veranlassen.

