Epilepsie und Sport
Kinder mit Epilepsie können und sollen Sport treiben! Körperliche Aktivität führt nicht zu Anfallshäufungen!
Die Integration in den Sportunterricht ist auch aus sozialen Gründen unerlässlich.
Eine Sportbefreiung sollte nur im unbedingt erforderlichen Maß erfolgen. Dies hängt von der Anfallsform ab. Der Epileptologe sollte hierzu ein genaues Attest erstellen.
Im Allgemeinen gilt:
- Vorsicht beim Umgang mit Wasser
Eine eigene Aufsichtsperson beim Schwimmunterricht, da bei einem Anfall ein lautloses Ertrinken möglich ist. Die Aufsichtsperson, die nur für das epilepsiekranke Kind zuständig ist, soll gewährleisten, dass das Kind bei einem Anfall sofort aus dem Wasser geholt wird. - Kein Schwimmen in trüben Gewässern oder bei Strömung (Rettung!)
- Wasser ist jedoch in der Regel nicht anfallauslösend, insbesondere kaltes Wasser nicht. Das Kind kann somit am Schwimmunterricht teilnehmen.
- Vorsicht bei Absturzmöglichkeit aus großer Höhe
- Geräteturnen mit Hilfestellung und dicker Matte in der Regel möglich
- Meiden von Klettern am Seil oder der Stange über die Höhe der Hilfestellung hinaus.
- Vorsicht vor Erschütterungen des Kopfes
- Kopfbälle sind generell im Kindesalter ungünstig, da es zur Commotio cerebri (Gehirnerschütterung) mit ihren Folgen kommen kann. Dies gilt um so mehr für Kinder mit Epilepsie.
- Boxen sollte im Kindesalter auf Grund der möglichen Hirnschädigung ohnehin tabu sein.
Im Allgemeinen problemlos sind Leichtathletik, Bodenturnen, Ballspiele (außer Kopfballtraining).

